Schwangerschaft und Diabetes

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Was versteht man unter Gestationsdiabetes?

Gestationsdiabetes (GDM)

  • Ca. 6% aller Schwangeren

  • Häufig unentdeckt, da keine unmittelbaren Beschwerden bei der Mutter auftreten

  • Verminderte Insulinwirkung durch Hormonungleichgewicht

  • Vermeidbare gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind

  • Erhöhtes Risiko für Missbildungen und Fehlgeburten. In 28% der Fehlgeburten muss ein unerkannter GDM als Todesursache angenommen werden.

  • Die Rate der Kaiserschnittgeburten steigt um 40% gegenüber Nicht-Diabetikern.

  • Ursache: Übergewicht, genetische Faktoren

  • Therapie: Gewichtsabnahme, Bewegungsaktivierung, Insulin



 


Der Gestationsdiabetes, auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, ist definiert als eine erstmals in der Schwangerschaft aufgetretene oder diagnostizierte Glukose-Toleranzstörung. Mit ca. 5% ist sie die häufigste Stoffwechselerkrankung in der Schwangerschaft, sie bleibt aber häufig unerkannt. Der Diabetes tritt bei den Betroffenen erstmalig während der Schwangerschaft auf.
Bei einem Gestationsdiabetes ist das Gleichgewicht  zwischen den im Mutterkuchen (Plazenta) gebildeten blutzuckererhöhenden Hormonen und dem blutzuckersenkenden Hormon Insulin gestört, es kommt zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte (Hyperglykämie).
Der Gestationsdiabetes erhöht das Risiko von Missbildungen und Fehlgeburten. Akute Folgen des unbehandelten Gestationsdiabetes sind für die Mutter u. a. Harnwegsinfekte, Bluthochdruck, Ödeme, Krampfanfälle. Die akuten Folgen eines unbehandelten Gestationsdiabetes für das Kind sind u. a. Makrosomie (zu große Kinder), langsamere Ausreifung der Lungen, Stoffwechselstörungen, Fruchttod.

Der Gestationsdiabetes bildet sich nach der Schwangerschaft in der Regel wieder zurück.



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