Therapie des Diabetes

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Insuline

 
Für die Behandlung des Diabetes werden heute verschiedene Insuline verwendet. Diese unterscheiden sich zum Beispiel in
  • ihrer Herkunft: menschliches, tierisches oder neu entwickeltes (Analog-) Insulin,
  • ihrer Konzentration (Wirkstärke): U40 (40 Einheiten pro Milliliter) und U100 (100 Einheiten pro Milliliter),
  • ihrem Wirkungsablauf: verzögert, schnell und sehr schnell wirkend,
  • ihrem Aussehen: gelöst (klare Insulinlösungen) oder trüb (Suspensionen mit kristallinem oder amorphen Insulin),
  • ihren Abfüllungen: Insuline in Flaschen zum Selbst-Aufziehen; spritzfertige Patronen für Pens und Ampullen für die Fertigspritzen.


Insulin: Aufbewahrung des Insulins



Alle diese Insuline haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind gegenüber äußeren Einflüssen empfindlich. So sollten sie über eine längere Zeit bei 4-8°C, z.B. im Gemüsefach des Kühlschrankes, gelagert werden und keinesfalls (auch nicht kurzzeitig) gefrieren. Zur Verringerung von Hautbrennen, das die Injektion von kaltem Insulin verursacht, wird die gerade benutzte Flasche, Patrone oder Fertigspritze bei Zimmertemperatur aufbewahrt, muss aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das Insulin behält dabei im Verlauf von mindestens 4 Wochen seine volle Wirkung. Wenn Sie bei sehr niedrigen oder sehr hohen Außentemperaturen längere Zeit unterwegs sind, z.B. im Urlaub, empfiehlt sich die Lagerung des Insulins in einem Isolierbehälter aus Schaumstoff (Styropor). Bei sachgerechter Lagerung darf sich das Insulin in seinem Aussehen nicht verändern. Denn verändertes Insulin verliert seine blutzuckersenkende Wirkung und sollte nur im Notfall (falls kein anderes Insulin zur Verfügung steht) weiterverwendet werden. In diesem Fall ist eine Blutzucker-Selbstkontrolle unerlässlich, so dass ein Wirkungsverlust mit einer Dosiserhöhung ausgeglichen werden kann. Dies gilt auch für den Sommerurlaub in heißen Regionen.

Einige Tipps:
  • Mit Insulin gefüllte Pens werden bei Raumtemperatur aufbewahrt, nicht im Kühlschrank. Mit Insulin gefüllte Pumpen werden am Körper getragen.
  • Damit das Insulin richtig wirkt, müssen trübe Insuline vor der Injektion erst durchmischt werden. Das geschieht durch mindestens 10maliges Schwenken des Pens oder durch Rollen der Insulinflaschen in der Hand. Heftiges Schütteln des Insulins ist unbedingt zu vermeiden, da es sonst schäumt.
  • Sollten Sie das Insulin selber aufziehen, überprüfen Sie unbedingt, dass die verwendeten Spritzen oder Injektionsgeräte (Pens oder Pumpen) auch für die gleiche Insulinkonzentration geeignet sind wie das Insulin, da es sonst zu schweren Fehlern in der Dosierung kommt: Überdosierung bei U 100-lnsulin mit einer U40-Spritze, Unterdosierung bei U40-lnsulin mit einer U 100-Spritze.


Insulin: Spritzen des Insulins

Nicht nur die Art und die Konzentration des verwendeten Insulins beeinflussen die Schnelligkeit und Dauer der Insulinwirkung. Auch die Auswahl der Injektionsstelle spielt eine wichtige Rolle. So wird das in die Bauchhaut gespritzte Insulin am schnellsten vom Körper aufgenommen und wirkt daher auch am kürzesten. Aus diesem Grund sollte vor allem das Mahlzeiten- und das Korrektur-Insulin dorthin gespritzt werden. Für eine möglichst langanhaltende Wirkung des abendlichen Verzögerungsinsulins (bei Insulininjektionen mit Spritze oder Pen) empfiehlt es sich, dieses spät abends in die Unterhaut (nicht in den Muskel!) des Oberschenkels oder in das Gesäß zu spritzen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die richtige Injektionstechnik bzw. die Auswahl der geeigneten Nadel. Hinweise finden Sie auf den Seiten
"Die richtige Nadellänge".






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